Die größten Einsparungen beim Bau von Gebäuden lassen sich in der Vorplanung erzielen. Ist bei einem Neubau ein Keller notwendig oder kann man im Bestand nicht einen Großteil der Gebäudesubstanz nutzen? Muss die Fläche eines Gebäudes wirklich so groß sein oder lassen sich durch Ideen und intelligente Lösungen nicht mit weniger Fläche und Volumen mindestens die gleiche Großzügigkeit und Funktionalität erreichen?
Ist das Gebäude erst einmal in den Grundzügen geplant, so lassen sich die Baukosten weiter durch eine ausführungsgerechte und praxisbezogene Planung, durch frühzeitiges Einschalten von Statiker und Haustechniker und durch verständliche und übersichtliche Ausschreibungen mindern. Planungsoptimierung bedeutet, jedes Bauteil auf seine Funktion im Hinblick auf die Gesamtkosten zu hinterfragen. Die Einsparungen in der Werkplanung und Vergabephase sind jedoch in jedem Fall geringer als in der Entwurfsphase. Während der Bauausführung ist es für relevante Einsparungen zu spät, hier zeigt sich das Ergebnis der vorherigen Planungsarbeit.
Wer der Meinung ist, er könne durch pauschale oder schlüsselfertige Angebote sparen, täuscht sich. Leistungen, die für einen Bauunternehmer nicht eindeutig zu kalkulieren sind, werden mit einem Sicherheitszuschlag versehen und damit teurer. Schlüsselfertige Anbieter müssen den gesamten oben beschriebenen Planungsaufwand selber erbringen und vor allem die sich dahinter befindliche Struktur bereitstellen. Sie haben daher einen hohen Aufwand und sind damit teurer und häufig unflexibel. In den letzten Jahren sind viele Anbieter und Unternehmer vom Markt verschwunden, die sich bei pauschalen Angeboten schlicht und ergreifend verkalkuliert haben.